Donnerstag, 20. April 2017

Zeigt her eure Zähne!

Heute möchte ich euch einmal ein paar interessante Recherche-Ergebnisse präsentieren und bin auf eure Erfahrungen sehr gespannt!

Am eigenen Leib beziehungsweise an den Zähnen gespürt, dass die jahrelangen Medikamente diese angegriffen haben. 
Oft bricht mir einfach ein Stückchen vom Zahn ab. 

Nach 19 Cortison-Stoßtherapien, Interferone, 
Tysabri keine Überraschung. 

Hätte ich damals das Wissen von heute gehabt, dann hätte ich wenigstens hochdosiert Vitamin D3 genommen. 

Zweimal bis dreimal pro Woche, je nach Jahreszeit und Blutergebnissen, 
muss ich zurzeit 10.000 IE VitD3 nehmen, sonst kann ich den Spiegel nicht halten. 
Und auch mit dieser Dosis befinde ich mich am Anfangsbereich des Normalwerts.



Die Knochendichtemessung zeigte bereits vor Jahren einen Abfall der Messwerte, 
also der Knochendichte.
 Knapp noch im Normalbereich. Aber beginnende Entkalkung.
 Möchte nicht wissen, welche Werte heute gemessen würde. 
Leider übernehmen die Krankenkassen nicht die Kosten.



Durch die Trigeminusneuralgie (Erklärungen nachzulesen in einer meiner Blogbeiträge vom März 17) konsultierte ich letztes Jahr auch den Zahnarzt. 
Diese Ärztin nahm mich nicht ernt, aber ich bin ja bekannt, 
dass ich nicht so schnell locker lasse.


 Am Montag ergab ihre Untersuchung, dass ich evtl. doch eine Bisssschiene brauche 
und verschrieb mir zusätzlich nachdem Abdruck für die Schiene, 
noch Massagen, Gesichtsgymnastik und Wärme für den Kiefer. 
All dies wird von der Kasse übernommen.

Na bitte! War doch nicht so schwer, Frau Doktor!

Interessanterweise fand ich in einem Artikel folgende Aussage:
Sehr häufig ist, wie auch bei der idiopathischen Form, der zweite und/oder dritte Ast betroffen. Dem Zahnarzt kommt die Aufgabe zu, dentogene Schmerzursachen auszuschließen und eine neurologische Konsultation zu veranlassen. Hierbei ist die Differenzialdiagnostik unter Umständen schwierig, da Zufalls- und grenzwertige Befunde des stomatognathen Systems die kausale Zuordnung erschweren können. In jedem Fall sollten nicht klar indizierte zahnmedizinische Behandlungsmaßnahmen unterbleiben.
Eine Leitungsanästhesie mit einem lang wirkenden Lokalanästhetikum (Bupivacain, Ropivacain, Levobupivacain) kann als symptomatische Therapie den Leidensdruck der Patienten bis zum Greifen der antiinflammatorischen beziehungsweise antikonvulsiven Therapie lindern.
Bei der zahnmedizinischen Betreuung von Patienten mit Multipler Sklerose müssen mehrere Aspekte berücksichtigt werden: Zum einen ist dies die Interaktion der antiinflammatorischen und immunmodulierenden Therapie mit dem Verlauf dentaler Erkrankungen und zahnärztlicher Behandlungsmaßnahmen. Zum anderen die Auswirkung sich entwickelnder Behinderungen auf die Mundhygiene und Inanspruchnahme beziehungsweise Zugangsmöglichkeit zahnmedizinischer Betreuung.
Seit April 2013 haben pflegebedürftige Patienten mit Multipler Sklerose Anspruch auf zusätzliche Leistungen bei der zahnmedizinischen Versorgung in der häuslichen und in der stationären Pflege und somit auch Hausbesuche durch den Zahnarzt.
Quelle: http://www.zm-online.de/hefte/Multiple-Sklerose-Krankheit-mit1000-Gesichtern_145733.html#1  ... vollständiger Artikel Link anklicken.

Ein weiterer Artikel, auch wenn man einer der Ärzte gerade bei Neu-Betroffenen uns etwas anderes suggerieren, dieser Absatz spricht doch Bände:

Die bekanntesten dieser unerwünschten Cortison-Wirkungen sind eine Wassereinlagerung im Gewebe und das Aufschwemmen des Körpers, die Gewichtszunahme und die Entstehung eines sogenannten Vollmondgesichtes, außerdem die durch Cortison hervorgerufene Knochenentkalkung (Osteoporose).
Wird das Cortison abgesetzt, bilden sich viele diese Effekte wieder zurück (Wassereinlagerung, Aufschwemmen, Vollmondgesicht), manche jedoch auch nicht (z.B. Osteoporose bzw. Knochenschäden wie Einbrüche von Wirbelkörpern in der Folge einer Osteoporose).
Quelle: http://www.naturheilkunde-lexikon.eu/was-gibt-es-neues/cortison-und-seine-nebenwirkungen-hinweise-zu-langzeittherapien/

Würde ich weiter recherchieren, fände ich noch mehr.

Fazit:
2x im Jahr zum Zahnarzt und vorbeugend als MSler immer Vit D3 einnehmen. 

Evtl. Vit-Spiegel messen. Wird leider sehr selten von der Kasse übernommen, 
außer es bestätigt sich, dass man einen Vit D3-Mangel hat.

Bei pflegebedürftige Menschen Rezept für zahnärztliche Hausbesuche verordnen lassen.

Bei einer Trigeminusneuralgie auf jeden Fall beim Zahnarzt vorstellig werden.






Dann kann ich euch nur noch gute Zähne wünschen und bin jetzt gespannt auf eure Erfahrungen!

Herzlichst
Eure