Sonntag, 5. Februar 2017

Am Donnerstag sah ich rot ... zuerst hellrot ... dann dunkelrot ...

Donnerstag war der langersehnte Termin in der MS-Ambulanz in Ludwigshafen.


Die Sprechstunde findet
wie immer mit dem selben Neurologen statt, der mich übrigens seit meiner Diagnose 2004 kennt.

Es hatte sich viel ereignet seit meinem letzten Besuch im Frühjahr 2016. Stürze mit Folgen, Verschlechterungen durch einen schweren Schub im Juli mit Sprachstörungen, Trigeminusschmerzen und Verkürzung der Wegstrecke, vermehrte Spastiken und Hände schwächeln und werfen mich motorisch zurück ...

Die Befunde, die ich mitbrachte, reichlich und die Untersuchungen durch dem Arzt zeigten auch Verschlechterungen. 
Deutlich!
Da ich an diesem Tag einen psychischen Durchhänger hatte und sehr schlecht sprach, 
Schmerzen im Gesicht durch den Trigeminusnerv hatte, standen irgendwann Tränen in meinen Augen ....

Darauf folgte seine Einschätzung:

"Alles die Psyche ihre Verschlechterung."

Ähm ... hörte ich richtig!?

Ich bildete mir das alles ein ...
Schmerzen im Gesicht ...
Gangunsicherheit und verkürzte Wegstrecke ...
holpriges Sprechen ...
Fallenlassen von Gegenständen und Spastiken in den Händen ...

Meine Tränen kullerten, ich sah hellrot, dann dunkelrot ...
... so sieht mich der Herr Doktor also!
... als seelisches Frack!?


Stimmt!

Ich laufe nicht gerne, also stolpere ich durch die Gegend.

Ich finde es öde, deswegen laufe ich so wenig als möglich.

Ich spreche nicht gerne, deswegen rede ich abgehakt.
Nach dem Motto: Schweigen ist Gold.

Kaputtes Geschirr muss ich beim nächsten Umzug nicht mehr einpacken.

Wenn ich sage, ich kann meine Hände nicht schließen, dann muss ich nichts arbeiten.

Ich stürze gerne ... macht Spaß auf der Erde zu liegen.

... nach zwei Tagen Weltuntergangsstimmung!!!!


Das bin ich, das sind wir MSler!

Ich wünsche euch Kraft, so wie ihr mir sie in den letzten drei Tage gegeben habt 😘

DANKE

Herzlichst
Eure