Freitag, 1. Juli 2016

Unfreiwillige Auszeit - aber nicht in alter Frische

Mehr als unfreiwillig war mein einwöchiger Klinikaufenthalt letzte Woche.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wachte ich mehrmals mit extremen Schmerzen im linken Arm auf und beim Aufstehen, die Schmerzen trieben mich sehr früh aus den Federn, konnte ich ihn nicht mehr bewegen, er hing schlaff an meiner Seite herunter. Sonderbar - da dachte ich mir noch nichts gravierendes...

... gegen 8.30 rief ich meine Mama an um etwas zu fragen und oh Schreck, ich konnte nur noch undeutlich sprechen ...

..keine 30 Min. später stand ich mit meinen Eltern in der Notfalldienstzentrale - Verdacht auf Schlaganfall!

Quelle: pixabay.com


Mein Denken war in stand-by, das Leben von einer Nacht zum nächsten Tag auf den Kopf gestellt, 

ich hatte keine Zeit nachzudenken, denn von der Klinik  wurde ins nächste Krankenhaus 

überwiesen, zum Glück alles um die Ecke von mir, dort kannte man mich von mehreren stationären Aufenthalten... 
Blutabnahme, Röntgen, CT und ab ins Notfallzimmer und VIER Tage wurde ich an den Monitor angeschlossen.

Dann nach vier langen Tage, genau 74,5 Stunden, 

gab es Entwarnung und nach dem MRT die Bestätigung, schwerer MS-Schub, 

wahrscheinlich eine Läsion im Stammhirn, nicht sichtbar.

Drei Tage Kortison-Stoßtherapie und viel Ruhe, ebenso zig Untersuchungen - ich wurde entlassen und spreche nach fast zwei Wochen fast so schlecht wie an diesem Samstag, der mein Leben mal wieder gewaltig auf den Kopf stellte.

Aber was tun? Geduld, Geduld, Üben und nochmals üben, dankbar sein, dass es NUR ein MS-Schub war.

In diesem Sinne, hoffen wir alle auf Besserung, an diejenigen, die es so wie mich erwischt hat.

Herzlichst
Eure Caro