Mittwoch, 18. Mai 2016

Heute raufe ich mir die Haare!

... und nicht nur heute, denn seit Tagen google ich mich durchs Netz.

WARUM? Ich muss einen neuen Rollstuhl beantragen, denn der "alte" ist nicht zu gebrauchen. Viel zu schwer, damit ich ihn ins Auto heben kann UND schwer zu fahren, da meine Motorik und Kraft in den Armen zunehmend sich vermindert.

Die Krankenkasse drüchte ihn mir vor 5 Jahren aufs Auge, egal welche Argumente ich hervorbrachte, stur nach ihrem Schema FF, auch dass ich etwas dazu beisteuern möchte, stieß auf taube Ohren.



Fünf Jahre sind vorbei! Solange muss man warten, bis ein neuer beantragt werden kann, außer es liegt eine medizinische Notwendigkeit dringlich vor.

Der ganze Zirkus fängt von vorne an, ABER dieses Mal bin ich gewappnet mit vielen Modellen, mit weiteren Argumenten und wenn alles nichts hilft, werde ich meinen Rolli zur Kasse fahren und ihnen "dankend" vor ihrem Büro parken.

Zum Glück gibt es auch "gebrauchte" Rollis, noch nie benutzt, aber vom Kunde nicht mehr gewünscht oder leider nicht mehr zu verwenden. Das wäre die Alternative. Bevor ich noch mehr graue Haare bekomme!

Fotos: pixabay.com


Weitere Hilfsmittel für den ALLTAG gibt es von der Krankenkasse auf Rezept.

Der Arzt bescheinigt die medizinische Notwendigkeit und ab damit ins Sanitätshaus.

Viele Hilfsmittel müssen nicht beantragt werden.

 Bei mir wurden die Socken-Anziehhilfe, Greifzange, Gehstock sofort an mich ausgehändigt, wobei die Knopfhilfe und Griffe im Bad zum Festhalten genehmigt werden mussten. Die Genehmigung war relativ schnell durch.

Die Knopfhilfe habe ich mir dann selbst gekauft, da es ein sehr billiges Hilfsmittel ist, ebenso Flaschenöffner aus Silikon und Glasöffner, sowie Hilfe für Tuben zu entleeren.

Hilfsmittel, die unseren Alltag erleichtern, an die man oft gar nicht denkt, sind:

  1. Körperpflege: Duschstuhl, Sitzhilfen für die Badewanne, Antirutschmatten, Griffe fürs Badezimmer (z.B. neben Toilette), Duschbürsten mit langem Stiel, Nagebürsten mit Saugnäpfen, elektrische Zahnbürste, Badewannenlift
  2. beim Essen: Bestecke mit dickeren Griffen, Löffel/Gabel mit abgewinkeltem Griff, Strohhalme, Festhaltevorrichtungen für Messer zum schneiden/schmieren
  3. Sockenanzieh/ausziehhilfen, Knopfhilfe (hier evtl. auf Kleidungsmittel mit Klettverschluss umsteigen), langstieliger Schuhlöffel (evtl. Schuhe mit Klettverschluss)
  4. Greifhilfen mit langen Stielen, elektrische Rolläden, Bewegungsmelder in der Wohnung für nachts
  5. Buchstützen
Wenn Euch noch etwas einfällt, dann schreibt mir, ich füge es dann hinzu!!

Ich bin gespannt und werde Euch berichten, wie es mit meinem Antrag für einen Rolli weitergeht!


Über Kommentare und Anregungen wäre ich sehr dankbar.
Einfach unter diesem Beitrag auf meinem Blog kommentieren.

Herzlichst
Eure Caro

P.S. Auf Anregung von Lesern: Nützt eure Rechtschutzversicherungen oder den VDK - nicht aufgeben!