Samstag, 14. Mai 2016

Autorin Julia Beylouny

Es ist immer wieder sehr interessant, welcher Mensch sich hinter dem Autor bzw. der Autorin uns "versteckt".
Heute die sechste Autorenvorstellung: Julia Beylouny



Herzlich Willkommen auf meinem Blog. Eine sehr junge Kollegin, die ich somit auch neu entdecke und ich bin begeistert, was ich über Julia erfahre.
Ich wünsche ihr viel Erfolg und weiterhin tolle Ideen. Ihre Cover sprechen für sich. Sie sind am Ende von mir eingefügt.



Danke liebe Julia.


Herzlichst
Deine Caro


Julia Beylouny, geboren 1980 in Paderborn (NRW)

Seit wann schreibst du?
Ich schreibe, seit ich dreizehn bin. Angefangen habe ich mit Gedichten und Kurzgeschichten und schließlich bin ich bei den Romanen hängengeblieben.

Was schreibst du?
Hauptsächlich Liebesromane. Teilweise mit Fantasy, teilweise auch ohne. Hin und wieder schreibe ich noch Kurzgeschichten für Anthologien.
Bereits veröffentlicht habe ich in einem Kleinverlag die Fantasy-Trilogie „Durch die Flut“ und den Liebesroman „Lisanne“.

Was fasziniert dich am schreiben?
Es macht mir einfach großen Spaß! Sich hinzusetzen, zuzuschauen, wie auf dem Papier neue Charaktere entstehen, die mir ihre Geschichte erzählen. Ich mag die Idee, Menschen für eine Zeit lang aus ihrem tristen Alltag zu locken und sie in eine andere Welt zu entführen. Schreiben ist für mich Ästhetik, Kunst und das Freilassen von Gedanken und Fantasien. Sobald ich in der Geschichte drin bin, rieche ich die Blumen und den Wind, fühle, was die Charaktere fühlen und tauche ganz in ihre Welt ab. Das ist echt verrückt!

Arbeitest du an einem neuen Projekt?
Klar. Ich schreibe immer irgendwas. Und wenn es nur ein Einkaufszettel ist ;) Spaß beiseite. Ja, ich arbeite derzeit an meinem fünften Roman. Es geht um Katie, die in einer Radiosendung nach einem neuen Job sucht. Bayless meldet sich und bietet ihr an, sie dafür zu bezahlen, wenn sie ihm vorliest. Aus Neugier nimmt sie das Jobangebot an. Er versteckt sich jedoch vor ihr und der Grund, wieso er das tut, wird Katies Leben völlig aus den Angeln heben.
Der Roman ist fast abgeschlossen. Es ist eine dramatische Liebesgeschichte und diesmal ganz ohne Fantasie. Wer mehr darüber erfahren will und sich fragt, wann das Buch zu haben ist, kann gern auf meiner Facebookseite schauen und alles mitverfolgen :)

Was möchtest du uns noch sagen, z.B. Hobby, Beruf, Familie und Bücher oder ist alles gesagt?
Ich lasse gern eine kleine Leseprobe zu dem neuen Roman da. Die Szene spielt in dem Buch, aus welchem Katie Bayless vorliest. Sie hat ja einen Job als Vorleserin bei ihm angenommen. Viel Spaß!

David legte sich den Gurt um und begann zu spielen. Nichts war befreiender, nichts entspannender als nach einem Achtstundenflug in einer fremden Stadt, wo niemand ihn kannte, einfach draufloszuspielen. Sein Repertoire war beachtlich und nach kurzer Zeit hatte sich eine kleine Gruppe von Zuhörern um ihn versammelt. Die Leute schwangen oder klatschten im Rhythmus mit und im Nu war das Straßenkonzert in voller Fahrt. Sein aufgeklappter Koffer füllte sich mit Cents und Dollars. Am Ende des Tages war David nicht nur todmüde sondern auch höchst zufrieden mit dem, was er eingenommen hatte.
„Soll das schon alles gewesen sein?“, hörte er eine Stimme, als er seine Gitarre im Koffer verstaute und das Geld einsteckte. David sah auf und schaute in das Gesicht eines jungen Mädchens. Sie stand mit verschränkten Armen auf dem Gehweg und kleine Grübchen tanzten frech um ihre Mundwinkel.
„Was meinst du damit?“, wollte er wissen.
„Oh, du bist ein Ire? Hätte ich mir ja denken können. Ihr verdammten Musiker.“
„Pass auf, was du sagst. Wir machen nämlich nicht nur gute Musik, sondern sind obendrein unglaublich streitlustig. Und eine vorlaute Amerikanerin wie du würde ganz sicher den Kürzeren ziehen.“
„Hey, bleib mal locker, so war es nicht gemeint.“ Sie lächelte das unwiderstehlichste Lächeln, was er bis da hin gesehen hatte und streckte ihm die Hand entgegen. „Ich bin Alice.“ 
„Hi.“
„Und du bist ...?“
„Müde und hungrig.“
„Prima, müde-und-hungrig. Ich kenne da einen netten Pub, wo man gut essen kann. Lädst du mich ein? Hast ja Geld genug, wie ich gesehen habe.“

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