Freitag, 11. März 2016

Ablenkung!?

Man soll sich bekanntlich ablenken, sich etwas gutes tun, wenn man depressiv ist :/
Wer aber schon einmal von euch eine Depression hatte, weiß dass das mehr als schwer ist, fast unmöglich.
Es hat jetzt Tage gedauert, bis ich mich zu diesem Blogeintrag aufraffen konnte.




Kaum komme ich morgens aus dem Bett, routiniert mache ich das Frühstück und dann beginnt ein langer Tag.
Angeblich wird eine Depression abends besser.. keine Spur bei mir.
Das Leben, die Sorgen, die Zukunft drückt mich an die Wand. Ich möchte nicht mehr, bis hier hin und nicht weiter.
Und doch MUSS es weiter gehen, zurzeit nur wegen meinen Kindern.
Ich habe mich verloren... es kann dauern bis ich die Sonne bzw. den Rand des Abgrunds wieder sehe. Man braucht Geduld, nur habe ich die nicht immer ... schon wieder Geduld!??
Die MS verlangt unmögliches von mir, zwingt mich zu Absagen, zum Kürzertreten .. wo wird das enden!?
Jetzt noch die Depression ... das Leben ist schwer, manchmal zu schwer, doch vielleicht scheint die Sonne bald wieder .. vielleicht morgen, vielleicht übermorgen, vielleicht in ein paar Tagen, vielleicht erst in ein paar Wochen .. auch das werde ich überstehen, nur wie??

Der Rückzug, die gewählte Isolation,
jetzt ist sie da, die Depression.
Ich spüre, wie sie nach mir greift
und meinen Körper so versteift.
 Alles ist Stein, kann nichts mehr spüren,
will mich nie mehr von der Stelle rühren.
Die Tränen laufen, ganz von allein,
wie schön wäre es doch, tot zu sein.

Der Tod als Erlösung, so fühlt es sich an,
sie hat meine Seele in ihrem Bann.
Der Tag, die Sonne, die Freude, das Licht,

alles in diesem Schmerz zerbricht.

copyright Caroline Régnard-Mayer, aus dem Buch "Mademoiselle kopft an meine Tür!"


Ich wünsche euch alles Liebe, symptomfreie Tage ohne Depressionen. 
Wäre gespannt, was ihr in solchen Tagen macht und wie ihr damit umgeht!?

Herzlichst
Eure Caro